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DIE LINKE. Eschweiler fordert Aseag zu Solidarität und zur Erstattung der School&Fun - Tickets auf.

PRESSEMITTEILUNG 26.01.2021

Die Aseag weigert sich nach Rückfrage vieler betroffener Eltern, die School&Fun - Tickets anteilig zu erstatten, obwohl die damit verbundenen Leistungen weder vollumfänglich angeboten noch durch verordneten Verzicht auf Präsenzunterricht in den Schulen genutzt werden.

DIE LINKE. Eschweiler sieht in den Kosten für Schülertickets einen vergleichbaren Ansatz wie bei Kita- oder Mensagebühren. Wenn vom Land per Verordnung der Schulbesuch grundsätzlich ausgesetzt wird, ist auch das Busticket im grundlegenden Nutzen ausgesetzt. Eine Erstattung der anteiligen Kosten ist somit nur selbstverständlich.

Unverständlich sind die Begründungen und Alternativvorschläge der Aseag. Zum einen wird argumentiert, Busse würden zur Nutzung weiter fahren, allerdings hat die Aseag in den Ferienfahrplan gewechselt und damit die angebotene Leistung deutlich reduziert. Ärgerlich ist der Vorschlag, das Ticket per Sonderkündigungsrecht zu kündigen, dann aber sei im laufenden Schuljahr kein weiterer Erwerb eines Schülertickets mehr möglich. Ein fast 80% teureres Monatsticket sei dann die angebotene Alternative.

Die von der Aseag zitierte „Bitte um Solidarität“ kann nicht einseitig verstanden werden. Kunden zeigen ihre Solidarität durch frühzeitigen Abschluss des Jahresschülertickets. Nun ist es an der Aseag, sich ebenfalls solidarisch zu zeigen.

Die ebenfalls öffentlich zitierte Aussage, das School&Fun - Ticket mit monatlichen Kosten von 30,30 €, sei ein „ohnehin stark rabattiertes Ticket, das nur über seine zwölfmonatige Laufzeit wirtschaftlich zu vertreten ist“, unterstreicht aber die realistische Wirtschaftlichkeit eines Ein-Euro-Tickets, welches DIE LINKE. Eschweiler seit Jahren nach Vorbild des Wiener Modells fordert. Mit Kosten von einem Euro pro Tag wird die Nutzung des ÖPNV deutlich attraktiver gemacht und der Autoverkehr in den Innenstädten reduziert. Die Stadt Wien hat das Modell 2012 eingeführt. Bereits 2018 nutzten in Wien mehr Menschen ein solches Ticket als ein eigenes Auto.

 

Tags: Eschweiler

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