logo die linke 530x168

Frauenstammtisch in Herzogenrath

Der internationale Frauentag ist uns sehr wichtig, das möchten wir mit dem Frauenstammtisch am 08. März auch zeigen. 

Es sind alle Frauen, auch mit Begleitung, eingeladen uns zu besuchen, mit uns über ihre Wünsche, Erfahrungen, Erlebnisse usw zu reden.

Sylvia Gabelmann MdB kommt zu diesem Anlass nach Herzogenrath. Das ist Politik zum Anfassen, denn sie hat für jeden ein offenes Ohr.

Wir treffen uns ab 18:00 Uhr im
BistroSchabernack
Kleikstrasse 49
52134 Herzogenrath
Nordkreis
Städteregion Aachen
 
Wir freuen uns auf einen schönen Abend

Drucken

150 Jahre hat es gedauert bis das Frauenwahlrecht feststand

100 Jahre Frauenwahlrecht

Es hat lange gedauert, bis die Frauen ihr Wahlrecht bekommen haben. Hier eine Auflistung über 150 Jahre Kampf für das Frauenwahlrecht.

Der Weg zum Wahlrecht für Frauen war lang. Das Frauenstimmrecht wurde von Akteurinnen verschiedener Flügel der Frauenbewegung seit Mitte des 19. Jahrhunderts erstritten und erkämpft. Nach langem, zähen Ringen fanden in Deutschland 1919 die ersten Wahlen für alle statt: endlich.

Bisher hatte man vor allem bei Gleichheit für „alle“ nur die Männer gemeint. Doch die Frauen waren nicht einfach nur an der Seite des Mannes zu sehen, denn sie hatten genau wie die Männer Verstand, konnten sich ausdrücken, konnten arbeiten in Berufen, die vorher nur für die Männerdomäne vorbehalten war tätig werden. Innerhalb der 100 Jahre hat sich einiges geändert.

Die Frau war nicht nur Ehefrau, Mutter und Hausfrau. Sie konnte studieren, weil sie genauso wie die Männer Verstand hatten und diesen auch umsetzen konnten. Die Frauen fühlten sich wie das fünfte Rad am Wagen und so wollten sie nicht mehr weiter die Zeit verstreichen lassen. Es war ihnen wichtig geworden auch ihre Meinung zu sagen. Sie wollten auch das Recht haben, wie die Männer arbeiten zu gehen und Ausbildungen in den verschiedenen Berufen zu erlangen.

Die Frauen wollten nicht nur das „Heimchen am Herd“ sein und die gut gekleidete Begleitung ihres Mannes sein. Bis dahin hatten sich die Frauen damit abgefunden für ihren Mann da zu sein, ihm ein schönes Zuhause geben, ihm Kinder zu schenken und zu erziehen, eine besonders gute Köchin und Gastgeberin zu sein und an der Seite des Mannes in der Öffentlichkeit zu stehen.

„Die Frau wollte selbständig sein“

Was für uns heute normal ist, war vor 100 Jahren nicht so. Die Frauen waren nicht so anerkannt wie Männer. Der Mann war der Ernährer der Familie und die Frau hütete das Haus. Manche Frauen können sich das gar nicht vorstellen, wie die Frauen sich fühlten, als sie 1919 endlich erreichten, dass auch sie wählen konnten wie die Männer. Jetzt stand es fest. Die Frauen hatten eine Stimme und die war wertvoll.

Hier einige Stationen, die für die Frauen entscheidend waren:

1848 bei der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, waren nur Männer ab 25 Jahre vertreten. Vor mehr als 150 Jahren hatten Frauen in Deutschland kein Wahlrecht, kein Recht auf Erwerbstätigkeit oder persönlichen Besitz, sie waren als Ehefrauen sozial und ökonomisch von ihren Ehemännern oder wenn sie unverheiratet waren von ihren Vätern abhängig. Die Frauenrechtlerin Louise Dittmer sagte dies bei der Wahl zur Nationalversammlung. Sie war eine der Frauen, die sich auch für das Wahlrecht und die Gleichberechtigung der Frauen einsetzte.

1850 war es Frauen nicht erlaubt Mitglied einer politischen Vereinigung zu sein, sie hatten kein Versammlungsrecht.

1870 ein knappes Jahr vor der Reichsgründung, am 11. März 1870, trat das Preußische Vereinsgesetz in Kraft. Dort hieß es in § 9: „Für Vereine, welche bezwecken politische Gegenstände in Versammlungen zu erörtern, gelten nachstehende Beschränkungen:

Sie dürfen keine Frauenspersonen, Schüler, Lehrlinge als Mitglieder aufnehmen; Sie dürfen nicht mit anderen Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen Zwecken in Verbindung treten, insbesondere nicht durch Komitees, Centralorgane oder ähnliche Einrichtungen oder durch gegenseitigen Schriftwechsel [...]

Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge dürfen den Versammlungen und Sitzungen solcher politischen Vereine nicht beiwohnen. Werden dieselben auf Aufforderung des anwesenden Abgeordneten der Obrigkeit nicht entfernt, so ist Grund zur Auflösung der Versammlung oder der Sitzung vorhanden.“

Damit ist den Frauen zunächst einmal praktisch jede politische Betätigung untersagt – sie können auch nicht Mitglied in den immer stärker werdenden politischen Parteien werden.

1871 mit der Gründung des Deutschen Reiches wird das allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime – aktive und passive – Wahlrecht für alle männlichen Bürger über 25 Jahre, die im Besitz der bürgerlichen und politischen Ehrenrechte sind für den Reichstag eingeführt. In Preußen gilt also weiterhin das Dreiklassenwahlrecht. Frauen haben weder in den Kommunen noch für den Reichstag das Wahlrecht.

1873 Hedwig Dohm forderte in ihren Schriften unmissverständlich das Frauenwahlrecht als Voraussetzung für die Durchsetzung weiterer Rechte. Sie appelliert an die Frauen: „... fordert das Stimmrecht, denn über das Stimmrecht geht der Weg der Selbstständigkeit und Ebenbürtigkeit, zur Freiheit und zum Glück der Frau“.

1888 Minna Cauer gründet in Berlin den Verein „Frauenwohl. Dieser fordert offen politische Rechte für die Frau. Mitglieder werden u. a. Anita Augspurg, Helene Stöcker, Käthe Schirmacher und Hedwig Dohm.

1894 Am 28./29. März gründet sich der „Bund Deutscher Frauenvereine“ (BDF) als Dachorganisation der gemäßigten bürgerlichen Frauenbewegung. Im Bund waren 34 gemeinnützige Vereine organisiert. Die proletarischen Frauenvereine wurden nicht Mitglied im BDF. Die sozialdemokratischen Frauenvereine wurden nicht Mitglied im BDF. Die Stimmrechtsfrage nahm der BDF 1902 auf seiner fünften Generalversammlung in Wiesbaden in sein Programm auf. Zeitgleich wurde der erste Frauenwahlrechtsverein gegründet.

1902 Die Frauenrechtlerinnen Minna Cauer, Anita Augspurg und Lida Gustava Heinemann gründen in Hamburg, das eine liberalere Vereinsgesetzgebung hatte, den „Deutschen Verein für Frauenstimmrecht“. Die bürgerliche Frauenstimmrechtsorganisation findet hier ihre Anfänge – als erster Verein, dessen einziges Ziel der Kampf um das Frauenstimmrecht ist, fordert er das Wahlrecht für Frauen im deutschen Reich. 1904 wird der Verein zum „Deutschen Verband für Frauenstimmrecht“.

1904 Am 12. Juni eröffnet in Berlin der Internationale Frauenkongresses (Frauen-Congress) – ausgerichtet vom Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) unter der Leitung von Marie Stritt. Es trafen sich Vertreterinnen bürgerlicher Frauenverbände aus 25 Ländern. Über tausend Frauen diskutieren über Themen wie Frauenbildung, -erwerb, -berufe, soziale Einrichtungen sowie die rechtliche Stellung der Frau. Die sozialistische Frauenbewegung nahm nicht daran teil. Im Umfeld des Kongresses findet ebenfalls eine Internationale Frauenstimmrechtskonferenz statt. Auf dieser wird der Weltverband für Frauenstimmrecht, die „International Women’s Suffrage Alliance“ (IWSA) gegründet.

1907 am 15. Januar erscheint zum ersten Mal die „Zeitschrift für Frauenstimmrecht“, von Anita Augspurg herausgegeben.

Im selben Jahr findet in Stuttgart vom 17. bis 19. August die „Erste internationale sozialistische Frauenkonferenz“, organisiert von Clara Zetkin, statt. Hier fordert Zetkin u.a. das allgemeine Frauenwahlrecht und wird zur Sekretärin der Sozialistischen Fraueninternationale gewählt.

1908 mit der Aufhebung des Preußischen Vereinsrechtes am 15. Mai 1908 fällt endlich das Verbot der Mitgliedschaft für Frauen in politischen Parteien und in Organisationen, die politische Themen beraten. Frauen dürfen in politische Vereinigungen und Parteien eintreten und politische Vereine gründen.

1911 am 19. März findet der erste Internationale Frauentag, organisiert von Clara Zetkin und Käthe Duncker statt. Dieser Tag wurde von den sozialdemokratischen Frauen als Kampftag für das Frauenwahlrecht eingeführt. Luise Zietz schätzte den ersten internationalen Frauentag als „wuchtige sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht“ ein.

1914 Richtungsstreitigkeiten innerhalb der bürgerlichen Frauenbewegung, die sich im Kern um die Frage drehten, welches Wahlrecht denn anzustreben sei, führten vor dem Ersten Weltkrieg dazu, das drei verschiedene Verbände existierten, die zwar alle das Frauenstimm- und -wahlrecht anstrebten, dies aber mit unterschiedlichen Wegen erreichen wollten: Sollte es erkämpft werden? Und, wenn ja: mit oder ohne Männer? Oder sollte es sich durch eine konstruktive Mitarbeit auf kommunaler Ebene verdient werden?

1916 der „Deutsche Verband für Frauenstimmrecht“ und die „Deutsche Vereinigung für Frauenstimmrecht“ schlossen sich zum „Deutschen Reichsverband für Frauenstimmrecht“, dessen Vorsitz Marie Stritt und Li Fischer-Eckart übernehmen, zusammen.

1917 mitten im Ersten Weltkrieg, als deutlich geworden war, dass der Deutsche Kaiser zwar eine Wahlrechtsreform anstrebte, die Frauenforderungen aber ignorierte, beschlossen bürgerliche und sozialistische Aktivistinnen am 22. September, sich gemeinsam für das Frauenwahlrecht einzusetzen. U.a. übergaben sie dem Preußischen Landtag im Dezember eine „Erklärung zur Wahlrechtsfrage“, in der auf die von Frauen während des Krieges geleistete Arbeit und ihre große Einsatzbereitschaft hingewiesen wird. Gefordert wird ein „allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht für alle gesetzgebenden Körperschaften.“ Am 17. Dezember fand eine gemeinsame Kundgebung mit mehr als 1.000 Frauen aus der proletarischen und der bürgerlichen Frauenbewegung zur – im Reich und in den Bundesstaaten - geplanten Wahlrechtsreform statt.

1918 im Oktober 1918 forderten 58 deutsche Frauenorganisationen in einem gemeinsamen Schreiben an den Reichskanzler Max von Baden, dem Verlangen der Frauen nach einem Wahlrecht zu entsprechen. In Berlin versammelten sich mehrere tausend Menschen und forderten das sofortige Stimmrecht für die Frauen.

Nachdem sich bereits im Sommer 1918 der militärische Zusammenbruch abgezeichnet hatte, revoltierten im November die Matrosen in Kiel und leiteten damit den endgültigen Sturz der Monarchie ein. Am 9. November rief Philipp Scheidemann die Republik aus. Wenige Tage später stellt der Rat der Volksbeauftragten am 12. November 1918 in einem Aufruf „An das deutsche Volk“ sein Regierungsprogramm vor. Ein wichtiger Teil davon war die Proklamation einer großen Wahlrechtsreform, die auch das Frauenwahlrecht enthielt. Dies gilt allgemein als die Stunde des Frauenwahlrechts in Deutschland. Wahlberechtigt waren alle Frauen und Männer ab 20 Jahren. Wenige Wochen später, am 30. November 1918 verankert der Rat der Volksbeauftragten das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger in der Verordnung über die Wahl zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung.

Im Artikel 109, Abs. 2 der Weimarer Verfassung findet sich schließlich der Satz: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“

1919 die Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung vom 19. Januar 1919 war die erste, an der Frauen als Wählerinnen und Gewählte teilnahmen. Über 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen gaben ihre Stimme ab. Es kandidierten 300 Frauen. Von den insgesamt 423 Abgeordneten zogen 37 Frauen in die Nationalversammlung ein.

Am 19. Februar 1919 hielt die Sozialdemokratin Marie Juchaz als erste Frau eine Rede in der Nationalversammlung und stellte fest: „Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann […]. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“

Siehe https://www.100-jahre-frauenwahlrecht.de/jubilaeum/100-jahre-frauenwahlrecht-geschichte.html

Wir danken den Frauen, Hedwig Dohm, Minna Cauer, . Anita Augspurg, Helene Stöcker, Käthe Schirmacher, Lida Gustava Heinemann, Marie Stritt, Clara Zetkin, Luise Zietz und Marie Juchaz für ihren Einsatz für das Frauenwahlrecht, die Mitarbeit bei der Gundgesetzverfassung und Wegbereitung für einen besseren Standpunkt der Frau in Deutschland. 

Monika Dumont

 

Drucken

Mitgliederversammlung

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Interessierte und Freunde,

wir haben am Freitag, 15. Februar 2019 um 19:00 Uhr im Bistro Schabernack Kleikstrasse 47 52134 Herzogenrath eine Mitgliederversammlung. Diese ist öffentlich und jeder der Interesse hat uns und unsere Partei kennen zu lernen ist herzlich willkommen. Wir haben einiges zu besprechen, insbesondere über die Wohnungs- und Mietverhältnisse in Herzogenrath. Jeder weiß, dass die Mietswohnungen viel zu teuer sind und wir uns Gedanken darüber machen, wie wir Menschen helfen können wohnen bezahlbar zu machen. Doch wir können hier in der Kommune nichts ändern, wenn die Gesetze auf Bundesebene nicht geändert werden. Jeder Obdachlose ist einer zu viel. Jeder Mensch hat ein Recht auf eine Wohnung, die man bezahlen kann. Deutschland ist ein reiches Land und das wir hier in Deutschland so viele Obdachlose haben, ist meiner Meinung nach ein Verbrechen an die Menschheit. 

Wenn ihr interesse an Diskussionen und gute Gespräche habt, dann kommt doch einfach vorbei.

Euer Sprecherinnenrat Die Linke Herzogenrath

Monika Dumont, Isabelle Holthaus, Hans-Günther Fischer und Florian Müller 

Drucken

Zeit zur Einsicht - Harzt IV ist gescheitert

Zeit zur Einsicht -Hartz 4 ist gescheitert-

„Wir stehen für ein Recht auf Arbeit, und nicht für bezahltes Nichtstun!“ Die jüngste arbeitspolitische Aussage der SPD-Bundesvorsitzenden und Fraktionschefin, Andrea Nahles. Nach 14 Jahren scheint Schröders Agenda immer noch solche Propaganda zu brauchen, um ihre Existenz zu rechtfertigen. Ein paar Wochen zuvor hieß es noch, „Wir müssen Hartz 4 hinter uns lassen!“

Hier kommt nicht zu Unrecht die Frage auf, was die SPD nun eigentlich will. Unklar ist auch, ob diese Aussage nun von Frau Nahkes selber kommt, oder ob sie die Vorstellungen der damaligen Sozialreformer unter Gerhard Schröder weiterleben lassen soll. Fakt ist jedoch, dass diese sozialpolitischen Vorstellungen immer mehr als sozialpolitischer Irrweg empfunden wird und auch in Expertenkreisen unverblümt so bezeichnet wird. Der Arbeitsmarkt ist grob unfair geworden. Tarifflucht, sachgrundlose Befristungen, Lohnzurückhaltung, zu geringer Mindestlohn, Niedriglohnsektor, um nur ein paar der Dinge zu nennen. Bei gleichzeitig stetig wachsenden Lebenshaltungskosten und Mietpreisexplosionen, eine existenzbedrohende Politik mit erheblichen sozialen Konsequenzen, die mit einem gefährlichen Zynismus verharmlost werden. Das Resultat ist neben Resignation vor allem Wut.

Hartz IV ist gescheitert. Das muss eingesehen werden. Schröders Arbeitsmarkt- und Sozialgesetze fördern nur schlechte Arbeit und schützen nicht vor Armut, sondern lassen sie Salonfähig werden.

Die Kritik der Hartz-Gesetze ist auch gleichzeitig eine Kritik an der herrschenden Sicht auf den Arbeitsmarkt. Nach neoliberaler Auffassung ist Arbeitslosigkeit immer freiwillig und somit individuell verschuldet. Eine unfassbar kränkende Unterstellung der von Arbeitlosigkeit betroffenen Menschen. Wer keine Arbeit hat, muss nur bereit sein, für weniger Geld zu arbeiten, dann findet er auch einen Job. Das ist die neoliberale Logik der verschärften Zumutbarkeitsregeln und der niedrigen Regelsätze. Arbeitslosigkeit ist aber kein Problem zu hoher Löhne, sondern zu geringer gesamtwirtschaftlicher Nachfrage. Arbeitslosigkeit entsteht nicht auf dem Arbeitsmarkt selbst, sondern bereits auf den Waren- und Gütermärkten und ist eine Krisenerscheinung des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Da hilft nur wirtschaftspolitisches Umdenken und Umgestalten. Die Schutzfunktion der Arbeitslosenversicherung war einmal eine große Errungenschaft des Sozialstaats. Ein hohes Arbeitslosengeld, eine lange Bezugsdauer und ein hoher Qualifikationsschutz sollten den Erwerbsarbeitszwang lindern. Dadurch sollte der strukturell schwächeren Verhandlungsposition der Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt sozialpolitisch entgegengewirkt werden. Die Hartz-Gesetze brachen mit dieser fortschrittlichen Tradition. Heute dürfen Erwerbslose keinen Job ablehnen, der nicht ihrer Qualifikation entspricht, oder unter Tarif bezahlt wird. Wer bei diesem staatlich geförderten Lohndumping nicht mitspielt, riskiert massive Leistungskürzungen. So wurde Hartz IV zu einer wichtigen Stütze des Niedriglohnsektors. Die Hartz-Gesetze verschärften die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und erschweren eine konstruktive Zusammenarbeit. Sie schwächten die Verhandlungsmacht der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften. Wer heute seinen Job verliert, dem droht nach einem Jahr der Sturz in den Armutskeller.

Es ist an der Zeit, den sozialpolitischen Irrweg der Hartz-Gesetze zu beenden und wieder einen solidarischen Arbeitsmarkt herzustellen. Der Arbeiter ist der wichtigste Mensch im Land. Ohne ihn  kann keine gesunde Wirtschaft entstehen. Hier muss spürbar und zeitnahe reformiert werden. Vor allem aber muss Links reformiert werden, damit die aktuellen Debatten über einen sozialen Arbeitsmarkt, ein Recht auf Arbeit ohne gemeine Unterstellungen und Sanktionen oder Mietpreisbremse, den nötigen Nachdruck erhalten.

Deutschland braucht auch keine Partei, die die Mißstände und Ängste der Menschen für ihre Zwecke ausnutzt. Das ist feige und schäbig!

Wir brauchen eine Partei die fähig ist, die Mißstände zu erkennen, sie offen darlegt und abstellen will. Weg vom Neoliberalismus. Das ist mutig und gerecht. Das ist linke Politik!

 Hans-Günther Fischer Stadtverordneter 

Drucken

Neues Jahr 2019

Liebe Genossinnen und Genossen,

ein Jahr geht und ein neues Jahr kommt. Was bleibt ist viel Arbeit, die wir aber sehr gerne leisten, damit wir eine solidarische Zukunft in Deutschland und Europa bzw. auf der Welt erreichen. So haben wir dieses Jahr wieder einige Landtagswahlen und die Europawahl. Alles ist sehr wichtig für uns und die Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Wir bereiten uns darauf vor, die Menschen direkt zu helfen und das, indem wir auf die bisherigen Fehler aufmerksam zu machen und Vorschläge für eine Verbessung zu machen. Wichtig ist dabei, dass Wohnen bezahlbar bleiben kann. Wir haben zu viele Obdachlose Menschen, die auch ein Recht auf eine Wohnung haben, doch die Wohnungen, die auf dem Markt angeboten werden sind viel zu teuer und wirklich nicht bezahlbar. 

Wir haben Pflegekräfte, die ihren Beruf wirklich ernst nehmen und sich um die Menschen, die ihre Hilfe brauchen gerne betreuen wollen, doch dafür ist nicht immer die Zeit da. Der Druck ist zu groß, denn es muss ja alles geschafft werden. Die Pflegekräfte haben micht die Zeit sich um die Menschen zu kümmern, die zeitlichen Arbeitseinteilungen sind zu straff gestaltet und hat kein Herz für Menschen. Doch das ist auch ein sehr wichter Faktor für die Menschen damit sie wieder zu Kaft kommen und gesund werden. 

Das ist nur ein kleiner Teil unserer Aufgaben, die wir dieses Jahr lösen wollen. Denn den Menschen in den Kommunen kann nur geholfen werden, wenn die Regierung Gesätze ändern damit es ihnen besser geht. Die Stadträte können nur das weiterleiten, was die Regierung ihnen freigibt. Ansonsten sind uns die Hände gebunden. 

Also packen wir es an, die Dinge beim Namen zu nennen und Vorschläge zur Verbesserung zu machen, damit es den Menschen auf der Welt besser gehen kann.

Der Sprecherinnenrat Die Linke Herzogenrath

Drucken